„rest is not silence“
filmkomponist daniel dickmeis schaut das ganze leben wie einen film an
und kann gar nicht mehr anders, als im kopf ständig alles zu vertonen.
die stets offenen ohren sind die grundhaltung, mit der er durch die welt geht.
darum enthält auch sein soloprojekt „rest“ so viele akustische inspirationen:
gitarren zwischen lagerfeuer und kreissäge, bässe zwischen brummen und diesellokschub,
flächen zwischen abstellkammer und weltraumweite und geräusche vom wassertropfen zum erdbeben
ergänzen sich zu hörbarem kopfkino in form stimmungsvoller songs.
dadurch, dass er alle instrumente selbst einspielt, vermeidet daniel kompromisse
und hat einen unverwechselbaren stil irgendwo zwischen massive attack und luka bloom entwickelt.
„es sind ja nicht nur ein paar harmonien und melodien, die du deinen zuhörern gibst – es ist ein teil deiner welt,
deines lebens, deiner seele“, beschreibt er seinen ansatz beim songwriting.
und genauso, wie es da draußen harmonie, puls und krach gibt,
findet sich in jedem einzelnen seiner songs ein immer wieder aufs neue überraschender reichtum an ohrwurmverdächtigen melodien,
harmonien mit suchtpotenzial, tanzbaren beats – und wirklich schrägen sounds.
„eine schallwelle ist nicht flach. wann immer du etwas hörst, passiert etwas auf molekularer ebene.
übertrag das auf den effekt, den musik auf die stimmung der zuhörer hat, und du weißt, was „rest“ bedeutet.
das strukturelle gegenteil von stille.“ zu den ohrkino-arrangements singen verschiedene sängerinnen und sänger die texte,
die genauso aus seiner feder stammen. so entstehen songstrukturen, die jede menge platz für gedankenwanderungen bieten.
„obwohl der ursprung meiner musik sehr persönlich ist, ist „rest“ kommunikativ und zugänglich.
ich schätze, „rest“ ist auf eine bestimmte art und weise überpersönlich.
und genauso, wie ich mich in der wahl meiner musikalischen mittel nicht begrenzen möchte,
bleibt beim ergebnis genug raum für eigene interpretationen. einfach gesagt: du kannst alles ins kleinste auseinanderdividieren,
aber das was übrig bleibt – eben der rest -, widersetzt sich allen einordnungsversuchen und ist etwas sehr spezielles.“
oliver geyer
in Arbeit: rest_A (CD)
2003 rest2_hand (CD)
1999 rest (CD)
1995 a but-ep (CD)